Psychische Erkrankungen

 

 

Wie aus einer Studie des Institus für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) hervorgeht, wurde bei über einem Drittel der Harz 4 Bezieher innerhalb eines Jahres mindestens eine psychiatrische Erkrankung festgestellt. Damit leiden Hartz IV-Empfänger deutlich häufiger an psychischen Erkrankungen als Berufstätige.

 

Woher kommen diese Zahlen?

Für die Studie wurden Daten der Krankenkassen, der Bundesagentur für Arbeit und der gesetzlichen Rentenversicherung ausgewertet. Die Tendenz ist dabei klar steigend. Die AOK beispielsweise bezifferte den Anteil der Versicherten mit psychischen Erkrankungen unter den Hartz 4 Empfängern im Jahr 2007 auf 32,6%. Bis zum Jahr 2011 stieg der Anteil auf 40,2%.

Zu den psychischen Krankheiten die oft festgestellt wurden gehören Depressionen und Angststörungen.

Die Autoren der Studie kritisieren die oft zu kurzen Fort- und Weiterbildungskurse, mit denen die betroffenen Harz 4 Empfänger fit für den Arbeitsmarkt gemacht werden sollen. Weiterhin fordern die Wissenschaftler dringend eine Fortbildung der zuständigen Jobvermittler, damit die Fallbearbeitung und evtl. Maßnahmen nicht zu noch größeren Problemen bei den Betroffenen führen.

 

Eine Antwort auf Psychische Erkrankungen

  • jhandu sagt:

    ich bin1956 geboren, seit 2010 in psychologischer behandlung, habe aus diesem grund und meiner schweren osteoporose und artrose, 30% behinderung. habe jetzt einen minijob als haushaltshilfe (nur putzen und einkaufen),was ich mir zutraue, selber gesucht und gefunden und arbeite auch 1 mal die wo. ehrenamtlich im ortsjugendwerk. mein orthopäde riet mir zu einer wirbelsäulenversteifung, was ich abgelehnt habe, denn ich bin froh diesen minijob zu haben, den ich sonst ja wieder verlieren würde. jetzt sollte ich mich sofort als haush.-hilfe für ein 1- fam. haus (waschen, putzen, küchenarbeit, pflanzenpflege, nähen, bügeln, schuhe putzen – wie es sich anhörte: tierbetreuung), daß jedes mal in 6 std. pro woche, bewerben. dieses würde ich nie in dieser zeit, vor allem wegen meiner körperl. verfassung, schaffen. hab das gefühl, daß die vermittlerin garnicht auf meine erkrankung achtet, bzw. eingeht und das es nur darum geht, irgendetwas anzubieten. ist auch mittlerweile die 5. vermittlerin seit 2011. bin oft verzweifelt, weil ich auf jede bewerbung, keine antwort erhalte, bzw. gleich abgeleht werde. ich weis, was ich mir psychisch und körperlich zutrauen kann und was nicht. habe aber das gefühl, daß man mir auf dem amt garnicht richtig zuhört, auch, weil man ständig wieder bei neuer vermittlerin die krankheitsgeschichte erläutern muß, obwohl alles im computer steht. so etwas belastet mich jedesmal sehr und ich kann dann nächtelang nicht richtig schlafen. hab dann auch das gefühl man wird als faul und arbeitsscheu abgestempelt und das alle, die hartz IV erhalten, über einen kamm geschert werden. ich hab mir immer selber arbeit gesucht und gefunden, dann mußte ich aus gesundheitlichen gründen im gewächshaus ( 5.-E.brutto) 2009 meine arbeit aufgeben,2010 suchte ich mir eine putzstelle, der stress ließ mich zusammen brechen. war 2010 psychisch erkrankt und zur reha und seit der zeit in behandlung, ohne tabletten hätte ich mein leben schon beendet

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