Mehrbedarf Ernährung

 


Sowohl erwerbsfähige Harz 4 Empfänger als auch nicht erwerbstätige Hilfebedürftige und nicht erwerbsfähige Angehörige einer Bedarfsgemeinschaft haben unter Umständen Anrecht auf Mehrbedarfe.

 

„Erwerbsfähige Hilfebedürftige, die aus medizinischen Gründen einer kostenaufwändigen Ernährung bedürfen, erhalten einen Mehrbedarf in angemessener Höhe.“

(§ 21 Abs. 5 SGB II)

 

Bei der Höhe der Mehrausgaben für Ernährung richtet sich der Gesetzgeber in der Regel nach den Empfehlungen des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge (DV) von 1997.

 

Einer kostenaufwendigeren Ernährung bedürfen Harz 4 Empfänger mit Erkrankungen wie z.B. Diabetis mellitus, Colitis ulcerosa, HIV-Infektion, Hyperlipidämie, Krebs, Morbus Crohn, Niereninsuffizienz, Hypertonie, Ulcus duodeni, Zöliäkie.

9 Antworten auf Mehrbedarf Ernährung

  • schnell Hans-Jürgen sagt:

    Habe da mal eine anfrage ,
    Ein Freund von mir muss seid Jahren Laktose freie kost zu sich nehmen was auch wieder bestätigt wurde aus ein Krankenhausaufenthalt aus diesem Jahr. Einen Antrag auf Mehrbedarf wurde beim Job Center gestellt aber Abgelehnt ob wohl es vom Arzt Bescheinigt wurde.
    Ist das richtig ???
    Über eine Antwort wäre ich Ihnen dankbar.

    • kiwi sagt:

      Grundsätzlich soll das Jobcenter den Mehrbedarf für Harz 4 Empfänger, die wegen gesundheitlicher Einschränkungen auf eine kostenaufwendige Ernährung angewiesen sind, decken. Das gilt u.U. auch dann, wenn die angegebene Krankheit nicht im „Mehrbedarfs-Katalog“ enthalten ist. So zumindest urteilte das Bundessozialgericht Kassel im Fall der Laktoseintoleranz (Aktenzeichen: B 14 AS 48/12 R).
      Die Jobcenter verneinen meist den Anspruch auf Mehrbedarf bei Laktoseintoleranz, da im Regelsatz auch zahlreiche milchzuckerfreie Lebensmittel vorgesehen sind, auf die man bei Laktoseintoleranz zurückgreifen kann. Zudem wird oft bestritten, dass laktosefreie Nahrung unbedingt teurer sein muss, da diese mittlerweile bei vielen Discountern erhältlich ist.
      Laktoseintoleranz sorgt somit nicht für ein automatisch höheres Hartz 4. Das Sozialgericht Dresden hat im Fall einer laktoseintoleranten Hartz 4 Bezieherin hingegen geurteilt, dass ihr aufgrund der ärztlich diagnostizierten Laktoseintoleranz ein Mehrbedarf von 1,00 Euro pro Tag entstehe (Urteil S 38 AS 5649/09 und – S 38 AS 17/11). Vielleicht sollten Sie mal auf dieses Urteil hinweisen.

  • Martha Herz sagt:

    Ich habe das selbe Problem, Lactoseunverträglichkeit, habe schon vor 6 Monaten den Mehrbedarf geltend gemacht, war beim Gesundheitsamt, der Bericht ging ans Amt.
    Bestätigung der Unverträglichkeit. Urteile mitgeschickt und was kam nun.
    Reinste Gängelei, ich muss eine Liste erstellen, welche Nahrungsmittel ich durch Lactosefreie Produkte ersetze, bei welchem Discounter die wie viel kosten und wenn ich teureres Kaufe, warum ich dies tue und welche Menge ich davon im Monat esse.
    Ich finde das grenzt an Schikane und Behördenwillkür.
    Muss ich mir das gefallen lassen??

    • kiwi sagt:

      Wir leben nunmal leider in einer Bürokratie…Es wäre ja auch zu einfach, wenn es bei nachgewiesener Laktoseintoleranz einen festen Mehrbedarf gäbe. Bis es soweit ist ist, muss man den Anweisungen wohl Folge leisten.

    • Ismailrice sagt:

      Interessant. Mal sehen, wann andere crhcnisoh kranke Menschen ebenfalls profitieren, ich denk da nur an glutenfreie Erne4hrung und andere Intoleranzen. Bei Glutenfreier Erne4hrung isses mit 53 Euro im Monat meines Erachtens nicht getan

  • Ingenbleck Ludger sagt:

    Ich hatte vor 3Jahre einen Schlaganfall. Bei den Untersuchungen ist auch Diabetis Typ 2 festgestellt worden. Auch von meinen Hausarzt habe ich Broschüren bekommen, damit ich mich Informieren kann wie man mit Diabetis lebt. Ich darf nur noch bestimmte sachen Essen. Ich darf nichts mehr vom Schwein oder anderen Sachen Essen. nur noch entweder vom Rind, oder Putenfleisch oder Hähnchenfleisch essen. Ich habe ja gesehen wie Teuer dieses Fleisch ist. Wurst dürfte ich gar nicht mehr essen. Wenn es geht nur noch Käseprodukte. Ich habe auch beim Jobcenter nachgefragt wegen Mehrbedarf und bekam eine absage nach der anderen. Ich hatte keine Lust mehr nach irgendwas zu Betteln, weil ich mir schon doof vorgekommen bin. Warum muß man um Sachen so Betteln, obwohl es einen doch zustehen würde? Das einzige gute daran war nur das ich trotzdem fast 20Kilo abgenommen habe. Nur dadurch langt auch der Hartz4 Satz nicht einmal für den ganzen Monat,wenn man immer mehr bezahlen muß.

    • kiwi sagt:

      In diesen Fällen gibt es leider immer wieder Absagen seitens des Jobcenters. Die Begründung ist einfach. Ein Mehrbedarf steht dem Hartz 4 Empfänger nur dann zu, wenn dieser wegen gesundheitlicher Einschränkungen auf eine kostenaufwendige Ernährung angewiesen ist. Nun gibt es aber eben viele günstige Lebensmittel, die bei diversen Krankheiten verträglich sind. Und einen Anspruch auf Rinderfilet gibt es leider nicht…
      Man muss aber auch nicht jeden Bescheid hinnehmen. Wenn sie sicher sind, dass das Verhalten des Jobcenters inakzeptabel ist, dann können sie die Bescheide anfechten und Widerspruch einlegen (immer schriftlich!). Ein Widerspruch hat aber keine aufschiebende Wirkung. Wenn Sie aber auf die Zahlungen zum Lebensunterhalt angewiesen sind, können Sie beim zuständigen Sozialgericht eine einstweilige Anordnung beantragen. Lassen Sie sich am besten dabei von einer unabhängigen Beratungsstelle vor Ort helfen!

  • Antje sagt:

    Also ich hatte auch am 08.07.2016 zwei Schlaganfälle darf so vieles nicht mehr essen. zudem kommt das wir eine 20% Mieterhöhung bekommen haben aber auf rechtliche chritte verzichtet haben da der Vermieter mit im Haus wohnt. Nun haben wir sind drei Personen nach langer Suche eien 3 Zimmerwohnung gefunden im Erdgeschoss (wohne jetzt im 2 OG und das Treppen laufen fällt mir sehr schwer) die ist aber 31 Euro zzu teuer und der Mehrbedarf wurde das genau abdecken. es wäre schön wenn das funktionieren würde. Sonst weiß ich langsam nicht mehr weiter haben nur noch bis Januar zeit eine Wohnung zu finden

  • Dorothe sagt:

    Hallo! Ich leide an einer Chronischen, Rheumatischen Erkrankung, die von Ärtzen anerkannt wurde, Gicht, Fibromyalgie und Osteopenie. Mir wurde seit 20 Jahren ein Betrag kostenaufwändiger Ernährung von 38 Eur jeden Monat zugezahlt. Doch seit dem 10 .10. 2016 wurde mir dieser Satz gestrichen, und die Krankheit ist ab jetzt vom Sozialamt nicht mehr anerkant worden. Ich binn Verzweifelt, da sich meine Chronische Erkranung verschlechtert hat. Ich bekamm zu höre, das mir das Geld nicht zusteht.. Wie kann die Chronische Erkrankung, von einen Beamten, einfach wegefegt werden?

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