Versicherungen und Harz 4

 

Wichtige Versicherungen bei ALG I und Hartz IV

Arbeitslos – eine Nachricht, die jeden Beschäftigen tief ins Mark trifft. Letztendlich werden damit doch immer wieder existenzielle Ängste verbunden. Insbesondere die Verschlechterung der Einkommenssituation und das Abrutschen ins soziale Aus werden als große Angst empfunden. Es stellt sich in diesem Zusammenhang daher schon fast zwangsläufig die Frage, ob Versicherungen bezahlt und der eine oder andere Euro für die Altersvorsorge zurückgelegt werden können.

 

 

Arbeitslosigkeit und Krankenversicherung

Eine der wichtigsten Versicherungen im Alltag ist und bleibt die Krankenversicherung. Hier sind das Ausscheiden aus dem Arbeitsverhältnis und die Arbeitslosigkeit vorerst kein Problem. Die Agentur für Arbeit übernimmt für den Fall der Arbeitslosigkeit die anfallenden Beiträge zur Krankenversicherung. Dies gilt sowohl für Empfänger von ALG I wie auch für Bezieher von Hartz IV. Allerdings gilt als Bemessungsgrundlage die gesetzliche Krankenversicherung.

Selbständige, die Leistungen aus Hartz IV erhalten, können allerdings aufatmen. Seit 2011 müssen laut richterlichem Beschluss auch die Prämien für den Basistarif – anders als in der Vergangenheit – voll übernommen werden. Schwieriger dagegen die Situation beim Zusatzbeitrag. Hier müssen Hartz-IV-Empfänger eigentlich keine Zahlungen leisten, der durchschnittliche Zusatzbeitrag wird an die Kasse überwiesen. Allerdings bleibt den Krankenkassen eine Hintertür – die Satzungsänderung, um die Differenz seitens der Versicherten einzufordern.

Arbeitslos: Was passiert mit der Rentenversicherung?

Eine mehr als berechtigte Frage beschäftigt alle, die als Beschäftigter eine private Altersvorsorge abgeschlossen haben und wissen wollen, ob die Rente sicher ist. Grundsätzlich gilt, dass seitens der Agentur für Arbeit auch für ALG-I-Bezieher Rentenbeiträge gezahlt werden. Allerdings sind hierfür nur 80 Prozent der bisherigen Beiträge relevant. Hartz-IV-Empfänger sparen zwar während der Bezugsdauer ebenfalls Rentenbezüge an, allerdings in wesentlich geringerem Umfang.

Blieben noch die privaten Vorsorgemaßnahmen. Hier ist entscheidend, um was es sich handelt.
Riester und Rürup Renten sind von der Berechnung des Vermögens befreit und wirken sich nicht aus. Anders private Spareinlagen wie Lebensversicherungen o. Ä. Hier kann die zuständige Behörde durchaus oberhalb der Freigrenzen die Verwertung fordern. Allerdings besteht vertraglich über den Verwertbarkeitsausschluss die Chance, auch diese Form der Altersvorsorge gegen Hartz IV abzusichern. Wichtig: Eine Ruhendstellung der Altersvorsorge ist oft besser als Verkauf oder Kündigung.

 

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